Das Endkundengeschäft im E-Commerce mit Waren hat sich im dritten Quartal 2024 weiter stabilisiert, heißt es vom Branchenverband BEVH. Demnach konnte das nominale Umsatzwachstum von 1,5 % auf 17,3 Mrd. EUR die Rückgänge zu Jahresbeginn fast kompensieren. Die Umsätze von Januar bis September liegen mit 55,4 Mrd. EUR nur noch 0,4 % unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr.
Der Geschäftsbetrieb bei Nadelvlieshersteller Findeisen ist von der seit 24. September 2024 geltenden vorläufigen Insolvenz in Eigenverwaltung nicht betroffen. „Die Produktion und der Vertrieb laufen uneingeschränkt weiter. Alle Gewährleistungsansprüche aus Lieferungen bleiben erhalten und unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass alle Produkte weiterhin lieferbar sind“, erklärt Geschäftsführer Stephan Naacke, der das Unternehmen im Rahmen der Eigenverwaltung weiterhin leitet. Dies gelte sowohl für Qualitäten in den Sortimenten des Großhandels als auch für die Belieferung von Objekten. Löhne und Gehälter für die Belegschaft seien über das Insolvenzgeld bis einschließlich November 2024 sichergestellt; anschließend werde Findeisen wieder selbst dafür aufkommen.
Die anhaltend negative Marktentwicklung hat der Mega-Gruppe 2023 ein Umsatzminus beschert. Wie dem Unternehmensregister zu entnehmen ist, liegt der Gesamtumsatz mit 328,8 Mio. EUR um 2,7 % unter dem Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis vor Steuern aus Einkommen und Ertrag ist mit 7,5 Mio. EUR um 4,6 Mio. EUR geringer als 2022 und um 3 Mio. EUR unter dem Planwert ausgefallen. Hauptgrund sind nach Angaben der Mega vor allem die Rückgänge bei den umsatzstarken Warengruppen Bodenbeläge und Wandbekleidungen. Es bleibt ein Konzerngewinn in Höhe von 4,8 Mio. EUR nach 7,3 Mio. EUR im Vorjahr.
Am 2. Oktober 2024 hat das Bezirksgericht Ostbrabant im niederländischen ’s-Hertogenbosch die Koninklijke Textielfabrieken J.A. Raymakers & Co. BV mit Sitz in Helmond für insolvent erklärt. Als Insolvenzverwalter fungiert Olaf Poorthuis von der Kanzlei Watson Law aus ’s-Hertogenbosch. Der 1773 gegründete Hersteller von Veloursstoffen gehört seit Mitte 2023 zur Schweizer Firma Lantal Textiles.
Jost Bendel ist neues Vorstandsmitglied von Sto. Der 45-Jährige folgt auf den Technik-Vorstand Jan Nissen, der dem Gremium seit 2017 angehört und Ende 2024 in den Ruhestand wechseln wird.
Die Einnahmen von Nora Systems beliefen sich 2023 auf 212,1 Mio. EUR und lagen somit 2,3 % unterhalb des Vorjahreswertes. Den Rückgang von 13 % in der Absatzmenge konnte der Spezialist für Kautschuk-Bodenbeläge nur teilweise durch höhere Verkaufspreise ausgleichen. Verbessert hat sich hingegen das EBIT von 32,7 auf 33,5 Mio. EUR. Und auch das Ergebnis nach Steuern fiel mit 35,9 Mio. EUR (+14,3 %) höher aus als im Vorjahr.
In der neu geschaffenen Position des Gesamtvertriebsleiters verantwortet Nikolas Bransch seit dem 1. Oktober 2024 die Verkaufsstrategie und deren Umsetzung bei Somfy Deutschland, Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnik für Sonnenschutz- sowie Gebäudeöffnungssysteme. Der 47-Jährige hat einen Master in Wirtschaftswissenschaften und bringt umfassende Erfahrungen im Vertriebsmanagement mit: Nach diversen Management-Stationen bei Rehau (polymerbasierte Lösungen im Bau-, Automobil- und Industriebereich) war er zuletzt als Vertriebsleiter Deutschland und international beim Beschlagsspezialisten Häfele tätig.
„Im Rahmen des allgemeinen negativen Markttrends“ sieht sich Objectflor im Geschäftsbericht für 2022/23 (30. Juni) und bilanziert dort Umsätze in Höhe von 98,8 Mio. EUR (-7,2 %). Kostensteigerungen sei mit Preiserhöhungen begegnet worden. Und die Ausrichtung auf hochwertige, designorientierte Bodenbeläge mit einem umfangreichen Serviceangebot zeige letztendlich in einem sehr schwierigen Marktumfeld Resilienz. So steht unter dem Strich immer noch ein Jahresüberschuss von 3,4 Mio. EUR (-40,8 %).
Der Zentraleinkauf Baubedarf (ZEB), eine mittelständische Verbundgruppe mit rund 200 inhabergeführten Baustoffhändlern, tritt mit Wirkung zum 1. Januar 2025 der Hagebau-Kooperation als neuer Gesellschafter bei. Dadurch gewinnt die Hagebau ein Zentralfakturierungsvolumen von rund 270 Mio. EUR hinzu.
Die Geschäftsführung der Findeisen GmbH hat am 24. September 2024 beim Amtsgericht Karlsruhe einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt; am 25. September erfolgte die Eröffnung des vorläufigen Verfahrens mit Holger Blümle von der Karlsruher Rechtsanwaltskanzlei Schultze & Braun als vorläufigem Sachwalter. Der Hersteller von Nadelvlies-Bodenbelägen wird den Betrieb in vollen Umfang fortführen und arbeitet zeitgleich an einem Sanierungskonzept zum Erhalt des Unternehmens.