Per Ende September 2025 meldet Tarkett einen Umsatz von 2,57 Mrd. EUR (+0,3 %). Lediglich im Geschäftsbereich Sportböden ( 914,1 Mio. EUR, +8,4 %) verzeichnete der Hersteller einen signifikanten Zuwachs, in der Region EMEA (659,3 Mio. EUR, +0,9 %) immerhin noch einen leichten. Die Rückgänge in CIS/APAC/Südamerika (392,8 Mio. EUR, -1,5 %) und vor allem in Nordamerika (603,2 Mio. EUR, -9,3 %) haben diese jedoch nahezu egalisiert.
Der Aufwärtstrend bei den Auftragseingängen im Hochbau für das Bauhauptgewerbe hält an. Laut Statistischem Bundesamt lag im August 2025 das Plus zum Vorjahresmonat real und kalenderbereinigt bei 9,2 %.
Busch & Brunner, ein Großhandelsunternehmen für Farben und Lacke, WDVS, Werkzeuge, Tapeten und Bodenbeläge mit Sitz in Petersaurach-Wicklesgreuth, wird mehrheitlich von der DAW-Gruppe (Ober-Ramstadt) übernommen. Die Caparol-Mutter hat beim Bundeskartellamt die Übernahme und damit die alleinige Kontrolle beantragt.
Der Schweizer Zementkonzern hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des deutschen Baustoffherstellers Xella unterzeichnet; der Kaufpreis beträgt 1,85 Mrd. EUR. Dadurch soll das Angebot an Bau- und Dämmsystemen für Wände ausgebaut und der wachsende europäische Markt für Gebäudesanierungen erschlossen werden. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen.
Der niederländische Möbelstoffgroßhändler Keymer ist zahlungsunfähig. Das Gericht in 's-Gravenhage hat das Unternehmen mit Sitz in Almere am 22. Oktober 2025 für insolvent erklärt (AZ F.09/25/350). Als Insolvenzverwalterin fungiert Rowie Florijn von der Kanzlei Holla Poelman Van Leeuwen in Utrecht.
Die MEG Maler Einkauf Gruppe hat für das Jahr 2024 zwar ein Umsatzplus ausgewiesen. Dies resultiert jedoch aus der Übernahme des Malergroßhandels Maler-Einkauf Paderborn zum 1. Dezember 2023, ohne die der Umsatz zurückgegangen wäre. Nach den Zahlen aus dem Unternehmensregister belief sich der Konzernumsatz 2024 auf 200,9 Mio. EUR (+4,5 %). Der Rohertrag stieg um 8,8 % auf 73,2 Mio. EUR, die Rohertragsmarge um 1,5 Prozentpunkte auf 36,5 %.
Die für Anfang Februar 2026 erstmals in Düsseldorf geplante Fachmesse Wohnschau wird nicht stattfinden. „Die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Branche ist nicht einfach, die Auftragslage spiegelt das bei vielen Unternehmen wider. Das Risiko, in solchen Zeiten eine komplett neue Veranstaltung zu machen, war somit einfach für viele potentielle Aussteller zu groß“, teilt der Veranstalter Austrian Exhibition Experts auf Anfrage mit. Die Absage bedeute allerdings nicht das Endgültige Aus: Man werde die Marktsituation weiter beobachten und ggf. neu entscheiden.
Umsatzzuwächse konnten bei Akzo Nobel im dritten Quartal 2025 die negativen Währungseffekte in der Sparte Bautenfarben nicht kompensieren, so dass unter dem Strich ein Minus von 1 % steht. So bleibt der niederländische Konzern auch nach den ersten neun Monaten mit 3,17 Mrd. EUR um 4 % unter dem Vorjahreswert. Zwar wurde das EBITDA mit 523 Mio. EUR auf dem Niveau vom September 2024 gehalten. Das operative Ergebnis hat sich jedoch auf 327 Mio. EUR (-10 %) verringert.
Die MEG Maler Einkauf Gruppe hat zwei Standorte des insolventen Großhändlers Schlau übernommen. Wie es auf der Linkedin-Seite des Unternehmens heißt, wird die Niederlassung in Bad Kreuznach in die MEG Süd-West Region Taunus/Pfalz eingegliedert. Die Filiale Bielefeld ergänze die Region Paderborn/Ostwestfalen.
Mit den steigenden Zahlen bei den Baugenehmigungen für Wohnungen hellt sich auch die Stimmung in der Branche auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex liegt aktuell bei -21,8 Punkten. Dies sei der höchste Wert seit August 2022. Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate deutlich besser. „Von einer echten Trendwende kann noch keine Rede sein, aber der Tiefpunkt scheint durchschritten“ so der für die Ifo-Umfragen verantwortliche Klaus Wohlrabe.