Prosol Lacke + Farben wächst weiter. Wie der Großhändler mit Sitz in Aschaffenburg bestätigte, hat er zum 1. Januar nicht nur Farben Kunz in Donauwörth übernommen. Auch der Großhandel für Maler und Bodenleger Herbert Armbrüster in Köln wurde in die Prosol-Gruppe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Prosol-Filialen auf 74. Vier weitere Niederlassungen betreibt Prosol in Österreich.
Zu Jahresbeginn 2023 hat Riccardo Will (Foto) bei Otto Golze den Einkauf für abgepasste Teppiche und die Position des Verkaufsleiters übernommen. Er folgt auf Jochen Maier, der sich beruflich verändert hat. Will verfügt über langjährige Branchenerfahrung; er war zuletzt für die Firmengruppe Schlau/Hammer als Einkäufer tätig.
Die Forbo-Gruppe konnte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2022 leicht steigern, muss aber EBIT- und Ergebniseinbußen hinnehmen. Das teilte die Geschäftsleitung in einer Ad-hoc-Mitteilung mit. Der Hersteller von Bodenbelägen und Bauklebstoffen erzielte 2022 einen Nettoumsatz von 1,29 Mrd. CHF (rund 1,29 Mrd. EUR), was einem Umsatzwachstum von 8 % in Lokalwährungen und 3 % in Konzernwährung entspricht. Bei EBIT und Konzernergebnis rechnet die Unternehmensleitung für 2022 allerdings mit deutlichen Einbußen: Das zu erwartende EBIT betrage 131 Mio. CHF – inklusive Einmalbelastungen von 20 Mio. CHF –, im Geschäftsjahr 2021 waren es noch 179 Mio. CHF. Das Konzernergebnis sinke von 141,2 Mio. CHF auf 101 Mio. CHF.
Die Lars Larsen Group, zu der auch die Einrichtungskette Jysk (früher Dänisches Bettenlager) gehört, meldet nicht nur eine Umsatzsteigerung von 12 % auf 44 Mrd. DKK (5,9 Mrd. EUR) im vergangenen Geschäftsjehr. Der dänische Konzern kündigt zudem an, 2023 eine neue Geschäftsstruktur zu etablieren, um mehr Synergieeffekte innerhalb der Gruppe zu schaffen. Künftig werden die Aktivitäten und Unternehmen der Gruppe in die Geschäftsbereiche Lars Larsen Group Retail bzw. Lars Larsen Group Investments unterteilt.
Die internationalen Konsumgüterleitmessen Ambiente, Christmasworld und Creativeworld, die vom 3./4. bis 7. Februar erstmals parallel in Frankfurt am Main stattfinden, sind ausgebucht: 4.561 Aussteller aus mehr als 160 Nationen belegen auf 352.950 Bruttoquadratmetern das gesamte Messegelände. „Die Konsumgütermessen sind wahrhaft die globale Drehscheibe mit einem neuen Rekordanteil an internationalen Ausstellern von 86 Prozent. Auch die belegten Bruttoquadratmeter sind ein neuer Spitzenwert, noch nie war das Frankfurter Messegelände quadratmetertechnisch so stark ausgebucht an einem Termin“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.
Der Bundesverband Großhandel Heim & Farbe (GHF) meldet aus seinem internen Branchenvergleich ein leichtes Umsatzplus seiner Mitglieder von rund 2,5 % für 2022 gegenüber dem Vorjahr. Das zweite Halbjahr hat sich mit +4,5 % demnach stärker entwickelt als das erste. Ein deutliches Wachstum von 15 % im Vergleich zum Vorjahr wurde mit Wärmedämmverbundsystemen erreicht - nach GHF-Angaben insbesondere durch Preisanpassungen.
Volker Unger verzichtet vorerst auf seinen Ruhestand. Der Branchenkenner, der unter anderem Einkaufsleiter DIY bei der RWZ Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main sowie Vertriebsleiter Einzelhandel und Einkäufer Fachmarkt bei der Paderborner Baustoffkooperation ZEB war, ist seit Jahresbeginn in beratender Funktion für die Einkaufskooperation Bauvista tätig. Die Geschäftsführer Johanne Häringslack und Jörg Kronenberg erhoffen sich durch die Zusammenarbeit mit Unger zahlreiche kreative Ideen für weitere Projekte.
Die Mega mit Sitz in Hamburg expandiert weiter. Ihr Kooperationspartner Robert Schmid Farben- und Tapetengroßhandel mit seinen sieben Niederlassungen ist seit 1. Januar 100%ige Tochtergesellschaft des handwerkseigenen Großhändlers. Das teilte die Mega mit und verwies darauf, dass Schmid innerhalb ihrer Großhandelsgruppe eigenständig bleibt. Ziel der Übernahme ist es, gemeinsam das Standortnetz in Baden-Württemberg und Bayer weiter auszubauen.
Die belgische Unilin-Gruppe hat einen ehrgeizigen Wachstums- und Investitionsplan für 2023 vorgestellt: Allein 20 Mio. EUR fließen in die lokalen LVT-Produktionen. Zum einen sollen die Kapazitäten in Rigid-Qualitäten am Standort Avelgem massiv ausgebaut werden, zum anderen eine neue, hochmoderne Fertigungslinie ebenfalls für Rigid-Böden in Wielsbeke gebaut werden. Die dort bestehende Anlage für flexible LVT wird schrittweise stillgelegt. Insgesamt will Unilin im laufenden Jahr 155 Mio. EUR in Produktionskapazitäten und Innovationen investieren.
Nach dem Boom-Jahr 2021, in dem der Parkettverbrauch in Europa um 6,2 % auf ein 10-Jahres-Hoch gestiegen war, brach der Markt 2022 nach ersten Schätzungen der FEP, dem Verband der Europäischen Parkettindustrie, um 8,2 % ein. Fast alle FEP-Märkte melden Einbußen, vor allem im zweiten Halbjahr. Besonders betroffen waren mit einem zweistelligen Minus Deutschland, Österreich und Frankreich. Die Schweiz registriert als einziges Land einen Zuwachs von 9 %, Schweden hielt sich auf dem Vorjahresniveau, rechnet aber für 2023 aufgrund nachlassender Neubautätigkeit mit einem Einbruch.